Anzeige

Corona-Notbremse: Kreis Hildesheim erklärt sich zur Hochinzidenz-Kommune

Wieder Beschränkungen ab Dienstag / Drei Tage lang über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Von AZ

Hildesheim.

Der Landkreis teilte am Sonnabendnachmittag mit, die Zahl der Neuinfektionen habe sich in den vergangenen 14 Tagen deutlich erhöht. „Sollte dieser Trend nicht gestoppt werden können, droht ein nicht mehr beherrschbares Ausbreitungsgeschehen“, so die Pressestelle.
Am vergangenen Donnerstag habe die Sieben-Tage-Inzidenz mit 104,4 erstmals wieder die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern pro Woche überstiegen.

Notbremse greift

Mit dem am Sonnabend vom Landesgesundheitsamt gemeldeten Inzidenzwert von 109,5 überschritt der Landkreis nun den dritten Tag in Folge die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern pro Woche. Am Sonntag lag der Wert bei 110,2 – 0,7 Punkte höher als am Tag zuvor.
In dieser Situation greift nach Landesrecht die „Notbremse“ für die Lockerungspolitik. Formal sei hierzu die Erklärung des betroffenen Landkreises zur Hochinzidenz-Kommune erforderlich, hieß es aus Hildesheim. Je früher diese Erklärung und die damit verbundenen Einschränkungen in Kraft träten, desto größer seien die Chancen, das Infektionsgeschehen wieder zu verlangsamen und baldmöglichst wieder zu Lockerungen kommen zu können.

Hohe Zahl an Infektionen

Die hohe Zahl der Neuinfektionen sei nicht auf klar begrenzte Hotspots zurückzuführen. Es sei ein „diffuses Infektionsgeschehen, das sich in unterschiedlicher Ausprägung über alle kreisangehörigen Kommunen erstreckt und dessen aktuelle Dynamik schnellstmöglich gebrochen werden muss“.
Der Status einer Hochinzidenz-Kommune könne erst beendet werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 Fälle je 100.000 Einwohner sinke. Die Wiedereröffnung von Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten und die Wiederaufnahme des Schulunterrichts für alle Schuljahrgänge sei bereits möglich, wenn der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf unter 100 Fälle sinke.
„Die Entscheidung des Landkreises kann ich nachvollziehen“, sagte Alfelds Bürgermeister Bernd Beushausen, sie sei „zwingend notwendig“. Das schlage aber nachvollziehbar ganz erheblich auf die Motivation der Bürger.
„Wir müssen in den Bereichen Impfen  und Testungen jetzt aber schnell einen ganz entscheidenden  Schritt nach vorn machen“, sagte Beushausen. Da seien Land und Bund gefordert. „Wir müssen testen, testen, testen“, forderte Thomas König vom Modehaus Magnus. Er muss seie Geschäft in Alfeld am Dienstag wieder schließen.  „Für uns ist das eine Katastrophe. Es gibt für uns weder eine Perspektive noch Planbarkeit“, schimpft er.

Das passiert ab Dienstag:

▶ Kontaktbeschränkungen: Außerhalb der eigenen Wohnung sind jetzt wieder nur Kontakte zu den Personen des eigenen Hausstands und höchstens einer weiteren Person eines anderen Hausstands erlaubt. Gleiches gilt für private Zusammenkünfte und Feiern: auch hier ist unabhängig vom Ort die Teilnahme nur einer Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört, erlaubt.
▶ Sport: Sportliche Betätigungen sind nur noch zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands zulässig; dies gilt auch für die sportliche Betätigung auf und in öffentlichen sowie privaten Sportanlagen. Die Sportausübung durch Kinder und Jugendliche in feststehenden Gruppen von bis zu 20 Personen ist wieder verboten.
▶ Kultur: Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kulturzentren, Museen, Ausstellungen, Galerien und ähnliche Einrichtungen bleiben für den Publikumsverkehr und Besuche ebenso geschlossen wie Kinos, Freizeitparks, Zoos, Tierparks und Angebote von Freizeitaktivitäten sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden, etwa Indoor-Spielplätze, Kletterhallen und Kletterparks.
▶ Bibliotheken und Büchereien dürfen hingegen geöffnet bleiben, wenn für sie ein den Vorschriften entsprechendes Hygienekonzept vorliegt.
▶ Einzelhandel und Beherbergungsbetriebe: Der Einzelhandel muss seine Verkaufsräume wieder schließen und darf Waren nur auf Bestellung mit kontaktloser Übergabe außerhalb der Geschäftsräume abgeben. In Beherbergungsbetrieben ist die Nutzung von Speiseräumen und Speisesälen untersagt.
▶ Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte müssen ab Dienstag wieder zur Notbetreuung zurückkehren. Auch für die Großtagespflege gilt ein eingeschränkter Betrieb.
▶ Schulen: Der Schulbesuch ist untersagt, ausgenommen hiervon ist der Schulbesuch für schriftliche Arbeiten und Abschlussprüfungen. Ausgenommen hiervon sind ebenso die Schuljahrgänge 1 bis 4, die Förderschulen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und die Tagesbildungsstätten.
Ebenfalls ausgenommen sind der 9. und 10. Schuljahrgang, soweit an der Schule in diesen Schuljahrgängen im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind, und der Sekundarbereich II, soweit an der Schule in Lerngruppen dieser Schuljahrgänge im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind.
Für die Kindertagesbetreuung und den Schulbesuch hat der Kreis eine spezielle Allgemeinverfügung veröffentlicht.

Anzeige
Anzeige

Corona-Notbremse: Kreis Hildesheim erklärt sich zur Hochinzidenz-Kommune

Wieder Beschränkungen ab Dienstag / Drei Tage lang über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Von AZ

Hildesheim.

Der Landkreis teilte am Sonnabendnachmittag mit, die Zahl der Neuinfektionen habe sich in den vergangenen 14 Tagen deutlich erhöht. „Sollte dieser Trend nicht gestoppt werden können, droht ein nicht mehr beherrschbares Ausbreitungsgeschehen“, so die Pressestelle.
Am vergangenen Donnerstag habe die Sieben-Tage-Inzidenz mit 104,4 erstmals wieder die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern pro Woche überstiegen.

Notbremse greift

Mit dem am Sonnabend vom Landesgesundheitsamt gemeldeten Inzidenzwert von 109,5 überschritt der Landkreis nun den dritten Tag in Folge die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern pro Woche. Am Sonntag lag der Wert bei 110,2 – 0,7 Punkte höher als am Tag zuvor.
In dieser Situation greift nach Landesrecht die „Notbremse“ für die Lockerungspolitik. Formal sei hierzu die Erklärung des betroffenen Landkreises zur Hochinzidenz-Kommune erforderlich, hieß es aus Hildesheim. Je früher diese Erklärung und die damit verbundenen Einschränkungen in Kraft träten, desto größer seien die Chancen, das Infektionsgeschehen wieder zu verlangsamen und baldmöglichst wieder zu Lockerungen kommen zu können.

Hohe Zahl an Infektionen

Die hohe Zahl der Neuinfektionen sei nicht auf klar begrenzte Hotspots zurückzuführen. Es sei ein „diffuses Infektionsgeschehen, das sich in unterschiedlicher Ausprägung über alle kreisangehörigen Kommunen erstreckt und dessen aktuelle Dynamik schnellstmöglich gebrochen werden muss“.
Der Status einer Hochinzidenz-Kommune könne erst beendet werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 Fälle je 100.000 Einwohner sinke. Die Wiedereröffnung von Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten und die Wiederaufnahme des Schulunterrichts für alle Schuljahrgänge sei bereits möglich, wenn der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf unter 100 Fälle sinke.
„Die Entscheidung des Landkreises kann ich nachvollziehen“, sagte Alfelds Bürgermeister Bernd Beushausen, sie sei „zwingend notwendig“. Das schlage aber nachvollziehbar ganz erheblich auf die Motivation der Bürger.
„Wir müssen in den Bereichen Impfen  und Testungen jetzt aber schnell einen ganz entscheidenden  Schritt nach vorn machen“, sagte Beushausen. Da seien Land und Bund gefordert. „Wir müssen testen, testen, testen“, forderte Thomas König vom Modehaus Magnus. Er muss seie Geschäft in Alfeld am Dienstag wieder schließen.  „Für uns ist das eine Katastrophe. Es gibt für uns weder eine Perspektive noch Planbarkeit“, schimpft er.

Das passiert ab Dienstag:

▶ Kontaktbeschränkungen: Außerhalb der eigenen Wohnung sind jetzt wieder nur Kontakte zu den Personen des eigenen Hausstands und höchstens einer weiteren Person eines anderen Hausstands erlaubt. Gleiches gilt für private Zusammenkünfte und Feiern: auch hier ist unabhängig vom Ort die Teilnahme nur einer Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört, erlaubt.
▶ Sport: Sportliche Betätigungen sind nur noch zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands zulässig; dies gilt auch für die sportliche Betätigung auf und in öffentlichen sowie privaten Sportanlagen. Die Sportausübung durch Kinder und Jugendliche in feststehenden Gruppen von bis zu 20 Personen ist wieder verboten.
▶ Kultur: Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kulturzentren, Museen, Ausstellungen, Galerien und ähnliche Einrichtungen bleiben für den Publikumsverkehr und Besuche ebenso geschlossen wie Kinos, Freizeitparks, Zoos, Tierparks und Angebote von Freizeitaktivitäten sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden, etwa Indoor-Spielplätze, Kletterhallen und Kletterparks.
▶ Bibliotheken und Büchereien dürfen hingegen geöffnet bleiben, wenn für sie ein den Vorschriften entsprechendes Hygienekonzept vorliegt.
▶ Einzelhandel und Beherbergungsbetriebe: Der Einzelhandel muss seine Verkaufsräume wieder schließen und darf Waren nur auf Bestellung mit kontaktloser Übergabe außerhalb der Geschäftsräume abgeben. In Beherbergungsbetrieben ist die Nutzung von Speiseräumen und Speisesälen untersagt.
▶ Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte müssen ab Dienstag wieder zur Notbetreuung zurückkehren. Auch für die Großtagespflege gilt ein eingeschränkter Betrieb.
▶ Schulen: Der Schulbesuch ist untersagt, ausgenommen hiervon ist der Schulbesuch für schriftliche Arbeiten und Abschlussprüfungen. Ausgenommen hiervon sind ebenso die Schuljahrgänge 1 bis 4, die Förderschulen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und die Tagesbildungsstätten.
Ebenfalls ausgenommen sind der 9. und 10. Schuljahrgang, soweit an der Schule in diesen Schuljahrgängen im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind, und der Sekundarbereich II, soweit an der Schule in Lerngruppen dieser Schuljahrgänge im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind.
Für die Kindertagesbetreuung und den Schulbesuch hat der Kreis eine spezielle Allgemeinverfügung veröffentlicht.

Anzeige
Anzeige

Corona-Notbremse: Kreis Hildesheim erklärt sich zur Hochinzidenz-Kommune

Wieder Beschränkungen ab Dienstag / Drei Tage lang über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Von AZ

Hildesheim.

Der Landkreis teilte am Sonnabendnachmittag mit, die Zahl der Neuinfektionen habe sich in den vergangenen 14 Tagen deutlich erhöht. „Sollte dieser Trend nicht gestoppt werden können, droht ein nicht mehr beherrschbares Ausbreitungsgeschehen“, so die Pressestelle.
Am vergangenen Donnerstag habe die Sieben-Tage-Inzidenz mit 104,4 erstmals wieder die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern pro Woche überstiegen.

Notbremse greift

Mit dem am Sonnabend vom Landesgesundheitsamt gemeldeten Inzidenzwert von 109,5 überschritt der Landkreis nun den dritten Tag in Folge die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern pro Woche. Am Sonntag lag der Wert bei 110,2 – 0,7 Punkte höher als am Tag zuvor.
In dieser Situation greift nach Landesrecht die „Notbremse“ für die Lockerungspolitik. Formal sei hierzu die Erklärung des betroffenen Landkreises zur Hochinzidenz-Kommune erforderlich, hieß es aus Hildesheim. Je früher diese Erklärung und die damit verbundenen Einschränkungen in Kraft träten, desto größer seien die Chancen, das Infektionsgeschehen wieder zu verlangsamen und baldmöglichst wieder zu Lockerungen kommen zu können.

Hohe Zahl an Infektionen

Die hohe Zahl der Neuinfektionen sei nicht auf klar begrenzte Hotspots zurückzuführen. Es sei ein „diffuses Infektionsgeschehen, das sich in unterschiedlicher Ausprägung über alle kreisangehörigen Kommunen erstreckt und dessen aktuelle Dynamik schnellstmöglich gebrochen werden muss“.
Der Status einer Hochinzidenz-Kommune könne erst beendet werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 Fälle je 100.000 Einwohner sinke. Die Wiedereröffnung von Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten und die Wiederaufnahme des Schulunterrichts für alle Schuljahrgänge sei bereits möglich, wenn der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf unter 100 Fälle sinke.
„Die Entscheidung des Landkreises kann ich nachvollziehen“, sagte Alfelds Bürgermeister Bernd Beushausen, sie sei „zwingend notwendig“. Das schlage aber nachvollziehbar ganz erheblich auf die Motivation der Bürger.
„Wir müssen in den Bereichen Impfen  und Testungen jetzt aber schnell einen ganz entscheidenden  Schritt nach vorn machen“, sagte Beushausen. Da seien Land und Bund gefordert. „Wir müssen testen, testen, testen“, forderte Thomas König vom Modehaus Magnus. Er muss seie Geschäft in Alfeld am Dienstag wieder schließen.  „Für uns ist das eine Katastrophe. Es gibt für uns weder eine Perspektive noch Planbarkeit“, schimpft er.

Das passiert ab Dienstag:

▶ Kontaktbeschränkungen: Außerhalb der eigenen Wohnung sind jetzt wieder nur Kontakte zu den Personen des eigenen Hausstands und höchstens einer weiteren Person eines anderen Hausstands erlaubt. Gleiches gilt für private Zusammenkünfte und Feiern: auch hier ist unabhängig vom Ort die Teilnahme nur einer Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört, erlaubt.
▶ Sport: Sportliche Betätigungen sind nur noch zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands zulässig; dies gilt auch für die sportliche Betätigung auf und in öffentlichen sowie privaten Sportanlagen. Die Sportausübung durch Kinder und Jugendliche in feststehenden Gruppen von bis zu 20 Personen ist wieder verboten.
▶ Kultur: Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kulturzentren, Museen, Ausstellungen, Galerien und ähnliche Einrichtungen bleiben für den Publikumsverkehr und Besuche ebenso geschlossen wie Kinos, Freizeitparks, Zoos, Tierparks und Angebote von Freizeitaktivitäten sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden, etwa Indoor-Spielplätze, Kletterhallen und Kletterparks.
▶ Bibliotheken und Büchereien dürfen hingegen geöffnet bleiben, wenn für sie ein den Vorschriften entsprechendes Hygienekonzept vorliegt.
▶ Einzelhandel und Beherbergungsbetriebe: Der Einzelhandel muss seine Verkaufsräume wieder schließen und darf Waren nur auf Bestellung mit kontaktloser Übergabe außerhalb der Geschäftsräume abgeben. In Beherbergungsbetrieben ist die Nutzung von Speiseräumen und Speisesälen untersagt.
▶ Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte müssen ab Dienstag wieder zur Notbetreuung zurückkehren. Auch für die Großtagespflege gilt ein eingeschränkter Betrieb.
▶ Schulen: Der Schulbesuch ist untersagt, ausgenommen hiervon ist der Schulbesuch für schriftliche Arbeiten und Abschlussprüfungen. Ausgenommen hiervon sind ebenso die Schuljahrgänge 1 bis 4, die Förderschulen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und die Tagesbildungsstätten.
Ebenfalls ausgenommen sind der 9. und 10. Schuljahrgang, soweit an der Schule in diesen Schuljahrgängen im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind, und der Sekundarbereich II, soweit an der Schule in Lerngruppen dieser Schuljahrgänge im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind.
Für die Kindertagesbetreuung und den Schulbesuch hat der Kreis eine spezielle Allgemeinverfügung veröffentlicht.

Anzeige