Anzeige

Corona: Yannick büffelt zuhause

Der Zwölftklässler aus Hildesheim gehört einer Risikogruppe an / Wegen der Pandemie muss er nicht zum Präsenzunterricht

Von Clemens Heidrich

Hildesheim. Lernen muss Yannick trotzdem. Genau wie seine Mitschüler. Während die meisten aber – nach der überstandenen Kurz-Quarantäne in Jahrgang 12 – wieder in die Schule kommen, schmeißt Yannick morgens seinen Computer im eigenen Zimmer in der Nordstadt an und knöpft sich die Aufgaben vor, die ihm seine Lehrer schon einige Tage zuvor geschickt haben.

Technisch gut ausgestattet

Das funktioniert gut. Der 18-Jährige war schon vor der Pandemie technisch gut ausgestattet. Das kommt ihm jetzt zugute. „Ich arbeite mit meinem PC und meinem Tablet“, sagt er. Fällt man nicht in ein Loch, wenn man allein in seinem Zimmer sitzt und büffelt? „Ich finde es eigentlich ganz okay“, sagt der Zwölftklässler, dessen Hauptfächer Kunst, Deutsch, Politik, Englisch und Biologie sind.

Was seine Leistungen angeht, tut ihm der Abstand sogar ganz gut. Ein schlechter Schüler war er ohnehin noch nie. Aber schriftlich meist stärker als mündlich. Und letzteres fällt ja jetzt vorerst bei ihm weg. „Für mich ist alles viel flexibler geworden“, sagt der Schüler. „Aber natürlich muss man auch eine gewisse Selbstdisziplin mitbringen.“

Neun weitere Schüler betroffen

Der 18-Jährige ist einer von zehn Jugendlichen der RBG, die zu Risikogruppen gehören, ärztliche Bescheinigungen vorgelegt haben – und schließlich vom Präsenzunterricht befreit wurden. „Für eine Schule mit 1500 Schülern ist das eigentlich nicht viel“, findet Schulleiter René Mounajed. Wieviele Schüler wie Yannick in Hildesheim oder im Land betroffen sind, weiß er nicht. Kultusministerium und Landesschulbehörde ließen eine diesbezügliche Anfrage am Freitag unbeantwortet.

Vermutlich dürfte der Hildesheimer Yannick Busche sogar in diesem Kreis noch eine besondere Stellung einnehmen. Er selbst hat einen angeborenen Herzfehler und ist zudem Asthmatiker. Sein Hausarzt musste deshalb nicht lange überlegen, ob er zu einer Coronarisikogruppe gehört.

Auch sein Vater gehört zur Risikogruppe

Aber er ist in seiner Familie nicht der Einzige in einer Risikogruppe. Sein Vater hatte mal einen schweren Unfall, ist Frührentner und hat zudem Probleme mit dem Herzen. Seine Mutter arbeitet normalerweise, befindet sich derzeit aber wegen eines Bandscheibenvorfalls zuhause. Einen Lagerkoller gibt es im Hause Busche noch nicht. „Wir haben eine relativ große Wohnung und verstehen uns sehr gut“, sagt Yannick. Aber die vielen Vorerkrankungen und Anfälligkeiten machen es wegen der Coronapandemie trotzdem erforderlich, dass die drei jetzt besonders gut auf sich aufpassen.

Dazu zählt auch, dass sich die drei so wenig wie möglich draußen aufhalten. Nur zum Einkaufen oder für dringende Arztbesuche verlassen sie ihre Wohnung.  „Und manchmal gehe ich abends noch ein wenig allein raus, um Luft zu schnappen“, sagt Yannick. Freunde besuchen, wie vor der Pandemie, ist allerdings nicht möglich. Besonders schwer war der Verzicht am Montag. An dem Tag ist Yannick volljährig geworden. Es war sein erster Geburtstag mit Abstand.

Anzeige
Anzeige

Corona: Yannick büffelt zuhause

Der Zwölftklässler aus Hildesheim gehört einer Risikogruppe an / Wegen der Pandemie muss er nicht zum Präsenzunterricht

Von Clemens Heidrich

Hildesheim. Lernen muss Yannick trotzdem. Genau wie seine Mitschüler. Während die meisten aber – nach der überstandenen Kurz-Quarantäne in Jahrgang 12 – wieder in die Schule kommen, schmeißt Yannick morgens seinen Computer im eigenen Zimmer in der Nordstadt an und knöpft sich die Aufgaben vor, die ihm seine Lehrer schon einige Tage zuvor geschickt haben.

Technisch gut ausgestattet

Das funktioniert gut. Der 18-Jährige war schon vor der Pandemie technisch gut ausgestattet. Das kommt ihm jetzt zugute. „Ich arbeite mit meinem PC und meinem Tablet“, sagt er. Fällt man nicht in ein Loch, wenn man allein in seinem Zimmer sitzt und büffelt? „Ich finde es eigentlich ganz okay“, sagt der Zwölftklässler, dessen Hauptfächer Kunst, Deutsch, Politik, Englisch und Biologie sind.

Was seine Leistungen angeht, tut ihm der Abstand sogar ganz gut. Ein schlechter Schüler war er ohnehin noch nie. Aber schriftlich meist stärker als mündlich. Und letzteres fällt ja jetzt vorerst bei ihm weg. „Für mich ist alles viel flexibler geworden“, sagt der Schüler. „Aber natürlich muss man auch eine gewisse Selbstdisziplin mitbringen.“

Neun weitere Schüler betroffen

Der 18-Jährige ist einer von zehn Jugendlichen der RBG, die zu Risikogruppen gehören, ärztliche Bescheinigungen vorgelegt haben – und schließlich vom Präsenzunterricht befreit wurden. „Für eine Schule mit 1500 Schülern ist das eigentlich nicht viel“, findet Schulleiter René Mounajed. Wieviele Schüler wie Yannick in Hildesheim oder im Land betroffen sind, weiß er nicht. Kultusministerium und Landesschulbehörde ließen eine diesbezügliche Anfrage am Freitag unbeantwortet.

Vermutlich dürfte der Hildesheimer Yannick Busche sogar in diesem Kreis noch eine besondere Stellung einnehmen. Er selbst hat einen angeborenen Herzfehler und ist zudem Asthmatiker. Sein Hausarzt musste deshalb nicht lange überlegen, ob er zu einer Coronarisikogruppe gehört.

Auch sein Vater gehört zur Risikogruppe

Aber er ist in seiner Familie nicht der Einzige in einer Risikogruppe. Sein Vater hatte mal einen schweren Unfall, ist Frührentner und hat zudem Probleme mit dem Herzen. Seine Mutter arbeitet normalerweise, befindet sich derzeit aber wegen eines Bandscheibenvorfalls zuhause. Einen Lagerkoller gibt es im Hause Busche noch nicht. „Wir haben eine relativ große Wohnung und verstehen uns sehr gut“, sagt Yannick. Aber die vielen Vorerkrankungen und Anfälligkeiten machen es wegen der Coronapandemie trotzdem erforderlich, dass die drei jetzt besonders gut auf sich aufpassen.

Dazu zählt auch, dass sich die drei so wenig wie möglich draußen aufhalten. Nur zum Einkaufen oder für dringende Arztbesuche verlassen sie ihre Wohnung.  „Und manchmal gehe ich abends noch ein wenig allein raus, um Luft zu schnappen“, sagt Yannick. Freunde besuchen, wie vor der Pandemie, ist allerdings nicht möglich. Besonders schwer war der Verzicht am Montag. An dem Tag ist Yannick volljährig geworden. Es war sein erster Geburtstag mit Abstand.

Anzeige
Anzeige

Corona: Yannick büffelt zuhause

Der Zwölftklässler aus Hildesheim gehört einer Risikogruppe an / Wegen der Pandemie muss er nicht zum Präsenzunterricht

Von Clemens Heidrich

Hildesheim. Lernen muss Yannick trotzdem. Genau wie seine Mitschüler. Während die meisten aber – nach der überstandenen Kurz-Quarantäne in Jahrgang 12 – wieder in die Schule kommen, schmeißt Yannick morgens seinen Computer im eigenen Zimmer in der Nordstadt an und knöpft sich die Aufgaben vor, die ihm seine Lehrer schon einige Tage zuvor geschickt haben.

Technisch gut ausgestattet

Das funktioniert gut. Der 18-Jährige war schon vor der Pandemie technisch gut ausgestattet. Das kommt ihm jetzt zugute. „Ich arbeite mit meinem PC und meinem Tablet“, sagt er. Fällt man nicht in ein Loch, wenn man allein in seinem Zimmer sitzt und büffelt? „Ich finde es eigentlich ganz okay“, sagt der Zwölftklässler, dessen Hauptfächer Kunst, Deutsch, Politik, Englisch und Biologie sind.

Was seine Leistungen angeht, tut ihm der Abstand sogar ganz gut. Ein schlechter Schüler war er ohnehin noch nie. Aber schriftlich meist stärker als mündlich. Und letzteres fällt ja jetzt vorerst bei ihm weg. „Für mich ist alles viel flexibler geworden“, sagt der Schüler. „Aber natürlich muss man auch eine gewisse Selbstdisziplin mitbringen.“

Neun weitere Schüler betroffen

Der 18-Jährige ist einer von zehn Jugendlichen der RBG, die zu Risikogruppen gehören, ärztliche Bescheinigungen vorgelegt haben – und schließlich vom Präsenzunterricht befreit wurden. „Für eine Schule mit 1500 Schülern ist das eigentlich nicht viel“, findet Schulleiter René Mounajed. Wieviele Schüler wie Yannick in Hildesheim oder im Land betroffen sind, weiß er nicht. Kultusministerium und Landesschulbehörde ließen eine diesbezügliche Anfrage am Freitag unbeantwortet.

Vermutlich dürfte der Hildesheimer Yannick Busche sogar in diesem Kreis noch eine besondere Stellung einnehmen. Er selbst hat einen angeborenen Herzfehler und ist zudem Asthmatiker. Sein Hausarzt musste deshalb nicht lange überlegen, ob er zu einer Coronarisikogruppe gehört.

Auch sein Vater gehört zur Risikogruppe

Aber er ist in seiner Familie nicht der Einzige in einer Risikogruppe. Sein Vater hatte mal einen schweren Unfall, ist Frührentner und hat zudem Probleme mit dem Herzen. Seine Mutter arbeitet normalerweise, befindet sich derzeit aber wegen eines Bandscheibenvorfalls zuhause. Einen Lagerkoller gibt es im Hause Busche noch nicht. „Wir haben eine relativ große Wohnung und verstehen uns sehr gut“, sagt Yannick. Aber die vielen Vorerkrankungen und Anfälligkeiten machen es wegen der Coronapandemie trotzdem erforderlich, dass die drei jetzt besonders gut auf sich aufpassen.

Dazu zählt auch, dass sich die drei so wenig wie möglich draußen aufhalten. Nur zum Einkaufen oder für dringende Arztbesuche verlassen sie ihre Wohnung.  „Und manchmal gehe ich abends noch ein wenig allein raus, um Luft zu schnappen“, sagt Yannick. Freunde besuchen, wie vor der Pandemie, ist allerdings nicht möglich. Besonders schwer war der Verzicht am Montag. An dem Tag ist Yannick volljährig geworden. Es war sein erster Geburtstag mit Abstand.

Anzeige