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Veröffentlichung online am 17.10.2018 um 16:56:00 Uhr

Der U-Bahn-Bau in Alfeld

Von AZ

Alfeld. Die Idee dieses Bauschildes entstand durch einen Besuch eines Außendienstlers bei einem ehemaligen Mitarbeiter eines in der Innenstadt ansässigen Modehauses. Dieser meinte: „Alfeld baut wohl eine U-Bahn“. Da kam eben diesem Mitarbeiter, nennen wir ihn „Hans“, die Idee des U-Bahn-Schildes. Mit Erlaubnis des damaligen Geschäftsinhabers wurden die Schilder in Nachtarbeit mit Hilfe der Schilderdruckmaschine von „Hans“ in Handarbeit hergestellt. Der Hausmeister der Volksbank erlaubte das Schild in der Schalterhalle in den Nachtstunden zusammenzubauen. Er half auch bei der Befestigung an einer der Brücken.

Man kann sich gut vorstellen, was am nächsten Morgen in Alfeld los war. Die Stadt stand Kopf, die Zeitungen berichteten darüber, es gab nur dieses eine Thema. Ein Foto mit Text erschien auch in der Zeitung in Hannover. Stadtdirektor Dr. Christof Toetzke verfügte in der Folge, dass das Schild mit der Baustelle bis zur Fertigstellung der Fußgängerzone wandern sollte. „Hans“ war übrigens damals auch im Vorstand der Werbegemeinschaft und hatte vor der Eröffnung der Fußgängerzone seinen Vorstandskollegen „gebeichtet“, dass das Schild von ihm stammt und die Idee einer U-Bahn-Aktie vorgestellt. Stadtdirektor, Bürgermeister und Volksbank waren begeistert, Godehard Wolski entwarf die Aktie und schon startete das Projekt. Die Aktien wurden zugunsten der „Aktion Sorgenkind“ in der Volksbank verkauft. Zur Einweihung der Fußgängerzone am 22. und 23. Oktober 1988 wurde von der Werbegemeinschaft eine „Straßenbahn“ geordert, die „Hans“ zur Alfelder U-Bahn umgestaltete. Seine Tochter wurde als U-Bahn-Schaffnerin ausgestattet und verkaufte die Karten für die Eröffnungsfahrt. Beim nächsten Stadtfest wurde von der Volksbank in der Fußgängerzone die Gedächtnismünze Alfelder U-Bahn geprägt.

Sollte Alfeld tatsächlich eine U-Bahn bekommen? Natürlich nicht ... Im Übrigen sollte der Vorwurf aus der Bevölkerung nicht unerwähnt bleiben, in dem auf die damalige „Kostenverschwendung“ hingewiesen wurde, wie das zukünftige Pflaster der Fußgängerzone aussehen sollte. Die seinerzeit zuständigen Herren fuhren wochenlang mit dem Bus durch zahlreiche Städte, um sich dort die Pflasterung der Straßen und Gehwege anzuschauen.

Veröffentlichung in der Alfelder Zeitung vom 18.10.2018

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Der U-Bahn-Bau in Alfeld

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Alfeld. Die Idee dieses Bauschildes entstand durch einen Besuch eines Außendienstlers bei einem ehemaligen Mitarbeiter eines in der Innenstadt ansässigen Modehauses. Dieser meinte: „Alfeld baut wohl eine U-Bahn“. Da kam eben diesem Mitarbeiter, nennen wir ihn „Hans“, die Idee des U-Bahn-Schildes. Mit Erlaubnis des damaligen Geschäftsinhabers wurden die Schilder in Nachtarbeit mit Hilfe der Schilderdruckmaschine von „Hans“ in Handarbeit hergestellt. Der Hausmeister der Volksbank erlaubte das Schild in der Schalterhalle in den Nachtstunden zusammenzubauen. Er half auch bei der Befestigung an einer der Brücken.

Man kann sich gut vorstellen, was am nächsten Morgen in Alfeld los war. Die Stadt stand Kopf, die Zeitungen berichteten darüber, es gab nur dieses eine Thema. Ein Foto mit Text erschien auch in der Zeitung in Hannover. Stadtdirektor Dr. Christof Toetzke verfügte in der Folge, dass das Schild mit der Baustelle bis zur Fertigstellung der Fußgängerzone wandern sollte. „Hans“ war übrigens damals auch im Vorstand der Werbegemeinschaft und hatte vor der Eröffnung der Fußgängerzone seinen Vorstandskollegen „gebeichtet“, dass das Schild von ihm stammt und die Idee einer U-Bahn-Aktie vorgestellt. Stadtdirektor, Bürgermeister und Volksbank waren begeistert, Godehard Wolski entwarf die Aktie und schon startete das Projekt. Die Aktien wurden zugunsten der „Aktion Sorgenkind“ in der Volksbank verkauft. Zur Einweihung der Fußgängerzone am 22. und 23. Oktober 1988 wurde von der Werbegemeinschaft eine „Straßenbahn“ geordert, die „Hans“ zur Alfelder U-Bahn umgestaltete. Seine Tochter wurde als U-Bahn-Schaffnerin ausgestattet und verkaufte die Karten für die Eröffnungsfahrt. Beim nächsten Stadtfest wurde von der Volksbank in der Fußgängerzone die Gedächtnismünze Alfelder U-Bahn geprägt.

Sollte Alfeld tatsächlich eine U-Bahn bekommen? Natürlich nicht ... Im Übrigen sollte der Vorwurf aus der Bevölkerung nicht unerwähnt bleiben, in dem auf die damalige „Kostenverschwendung“ hingewiesen wurde, wie das zukünftige Pflaster der Fußgängerzone aussehen sollte. Die seinerzeit zuständigen Herren fuhren wochenlang mit dem Bus durch zahlreiche Städte, um sich dort die Pflasterung der Straßen und Gehwege anzuschauen.

Veröffentlichung in der Alfelder Zeitung vom 18.10.2018

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Der U-Bahn-Bau in Alfeld

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Alfeld. Die Idee dieses Bauschildes entstand durch einen Besuch eines Außendienstlers bei einem ehemaligen Mitarbeiter eines in der Innenstadt ansässigen Modehauses. Dieser meinte: „Alfeld baut wohl eine U-Bahn“. Da kam eben diesem Mitarbeiter, nennen wir ihn „Hans“, die Idee des U-Bahn-Schildes. Mit Erlaubnis des damaligen Geschäftsinhabers wurden die Schilder in Nachtarbeit mit Hilfe der Schilderdruckmaschine von „Hans“ in Handarbeit hergestellt. Der Hausmeister der Volksbank erlaubte das Schild in der Schalterhalle in den Nachtstunden zusammenzubauen. Er half auch bei der Befestigung an einer der Brücken.

Man kann sich gut vorstellen, was am nächsten Morgen in Alfeld los war. Die Stadt stand Kopf, die Zeitungen berichteten darüber, es gab nur dieses eine Thema. Ein Foto mit Text erschien auch in der Zeitung in Hannover. Stadtdirektor Dr. Christof Toetzke verfügte in der Folge, dass das Schild mit der Baustelle bis zur Fertigstellung der Fußgängerzone wandern sollte. „Hans“ war übrigens damals auch im Vorstand der Werbegemeinschaft und hatte vor der Eröffnung der Fußgängerzone seinen Vorstandskollegen „gebeichtet“, dass das Schild von ihm stammt und die Idee einer U-Bahn-Aktie vorgestellt. Stadtdirektor, Bürgermeister und Volksbank waren begeistert, Godehard Wolski entwarf die Aktie und schon startete das Projekt. Die Aktien wurden zugunsten der „Aktion Sorgenkind“ in der Volksbank verkauft. Zur Einweihung der Fußgängerzone am 22. und 23. Oktober 1988 wurde von der Werbegemeinschaft eine „Straßenbahn“ geordert, die „Hans“ zur Alfelder U-Bahn umgestaltete. Seine Tochter wurde als U-Bahn-Schaffnerin ausgestattet und verkaufte die Karten für die Eröffnungsfahrt. Beim nächsten Stadtfest wurde von der Volksbank in der Fußgängerzone die Gedächtnismünze Alfelder U-Bahn geprägt.

Sollte Alfeld tatsächlich eine U-Bahn bekommen? Natürlich nicht ... Im Übrigen sollte der Vorwurf aus der Bevölkerung nicht unerwähnt bleiben, in dem auf die damalige „Kostenverschwendung“ hingewiesen wurde, wie das zukünftige Pflaster der Fußgängerzone aussehen sollte. Die seinerzeit zuständigen Herren fuhren wochenlang mit dem Bus durch zahlreiche Städte, um sich dort die Pflasterung der Straßen und Gehwege anzuschauen.

Veröffentlichung in der Alfelder Zeitung vom 18.10.2018

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